Radfahren bis der … kommt!

Endlich ist es wieder so weit raus mit den Drahteseln und ab damit über die bei uns noch weitläufig gegebenen Natur und die Freiheit genießen.

Wie weit geht aber diese Freiheit?

Es gibt auch für Fahrradfahrer*innen Gebote und Vorschriften, die diese im eigenen und im Interesse andere einzuhalten haben und doch meinen manche Radfahrer mit einem Panzer unterwegs zu sein und alle Rechte vermeintlich auf ihrer Seite zu haben.

Schon klar, wenn es zu einem Unfall mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen sollte, wird in aller Regel der Stärkere (z.B. der Kfz – Lenker) zur Rechenschaft gezogen. Er ist es schließlich der jederzeit anhalten können muss.

Schöne Worte die sicherlich Trost im Krankenbett oder noch schlimmer, für die Hinterbliebenen, spenden!

Dabei sind sehr viele der gemeinten Radfahrer*innen selbst auch Kfz – Lenker und kennen die immer wieder entstehenden brenzlichen Situationen, die mit Radfahrern entstehen. Warum muss man sich dann selbst als Radfahrer so verhalten, dass solche Situationen auch noch begünstigt werden?

Beispiel Steigungen überwinden!

Gars ist nun mal eine Gemeinde, bei der in alle Richtungen Hügel zu überwinden sind, um die Gemeinde zu erreichen oder auch wieder zu verlassen. Gerade der Marktberg und der Huttenstätter Berg haben es dabei in sich. An beiden Bergen herrschen ungünstige Sichtverhältnisse durch Schatten und Kurven und beide weisen eine sehr respektable Steigung (Gefälle) auf.

Beide haben aber und man hat bei den Planungen wohl mitgedacht, einen Fußgängerweg und genau der könnte wesentlich dazu beitragen teils lebensgefährliche Situationen zu vermeiden.

Nicht selten begegnen einem als Fußgänger auf diesen Wegen Radfahrer, die versuchen den Berg mit dem Rad zu bezwingen. Ja, das ist tatsächlich für Radfahrer*innen ab dem 11. Lebensjahr verboten und dennoch sollten sich Fußgänger und Radfahrer hier arrangieren können. Zum einen könnte man absteigen und schieben, so wäre es sicherlich richtig. Zum anderen ist es denke ich auch nicht so schlimm für Fußgänger eben kurz innezuhalten und Radfahrer auf dem Weg passieren zu lassen.

Es funktioniert eben nur mit gegenseitigem Verständnis und Rücksicht

Vor einigen Jahren hatten wir einen in Gars wohlbekannten und sehr geschätzten Familienvater, der auf tragische Weise sehr schwer mit dem Fahrrad verunglückte und dessen Familie leider bis heute mit den Folgen zu kämpfen hat. Es spielt jetzt keine Rolle mehr ob man bei einem anderen Verhalten dieses Unglück hätte vermeiden können, auch die Schuldfrage wird nach einer solchen Katastrophe schnell zur Nebensache, denn kein Geld dieser Welt kann einem das wieder geben was man ggf. verloren hat, die Gesundheit!

Radfahrer fahren hintereinander und halten sich an das Rechtsfahrgebot, an Bergen steigt man ab und schiebt sein Fahrrad auf der linken Seite (oder auf dem Gehweg) nach oben. So wurden wir als Kinder immer wieder ermahnt. Was der Sicherheit unserer Kinder dienen sollte, kann für uns Erwachsene sicherlich nicht schlechter sein. Zudem sind wir es, die unseren Kindern ein leuchtendes Beispiel sein sollten.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen tollen und positiv ereignisreichen Sommer!

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